Multiperspektivität

Zum Forschungsverständnis des Staatlichen Instituts für Musikforschung

Das Staatliche Institut für Musikforschung ist die größte außeruniversitäre Forschungsein­richtung der Musikwissenschaft in Deutschland. Das Institut verfügt über ein eigenes Musik­instrumenten-Museum. Diese integrierte Koexistenz von Forschungseinrichtung und Museum ist ein einzigartiges Spezifikum des SIM. Unter den Wissenschaftler*innen des Hauses sind verschiedene Teildisziplinen des Faches vertreten: Historische Musikwissenschaft, Instru­mentenkunde, Musikwissenschaftliche Dokumentation, Tonträgerforschung, Akustik und musikalische Wahrnehmungsforschung. Diese Vielfalt korrespondiert mit einem Konzept von Multiperspektivität, das als Gegenstand von Musikforschung das klingende Ereignis auf­geführter Musik in den Fokus stellt, unter allen nur denkbaren Aspekten. Die Bearbeitung der unterschiedlichen Dimensionen erfordert entsprechende Forschungskompetenzen, die am SIM weitgehend vertreten sind; insofern herrscht Kongruenz zwischen der Vielschichtigkeit des Phänomens und der multidisziplinären Struktur des SIM. Alle Stufen musikalischer Kommunikation können in den Blick genommen und aufeinander bezogen werden: Autor*in, Werk, Interpret*in, Instrument, Räumlichkeit, Schallübertragung, Hörer*in. Das Forschungs­interesse des Instituts richtet sich insofern auch auf die physikalisch und psychologisch be­schreibbare Sei­te der klanglichen Realisationsform von Musik.

Ausblick

Das Institut hat sich hinsichtlich der strategischen Fortentwicklung der Frage zu stellen, in welcher Weise inskünftig spezifische Beiträge aus den Fachabteilungen diesen Schwerpunkt gemeinsam weiterentwickeln werden, und zwar unter Akzentuierung des innovativen Potentials im Eigenprofil der Abteilungen: In der Abteilung I wird gegenwärtig eine grundlegende, forschungs­basierte Neukonzeption der Dauerausstellung des Musikinstrumenten-Museums erarbeitet, in der Abteilung II liegt das Konzept für eine neu dimensionierte Erweiterung der wissenschaftlich-bibliographischen Dienste sowie der Dokumentation des Konzertlebens vor, und die Abteilung III treibt die empirische Forschung zur Aufführung und Wahrnehmung von Musik voran.

Interpretationsforschung

Interpretationsforschung, wie sie am SIM betrieben wird, liegt die Vorstellung des klanglichen Ereignisses als vielschichtiges Phänomen zugrunde. Gegenwärtig entsteht eine groß an­gelegte Geschichte der musikalischen Interpretation im 19. und 20. Jahrhundert, die von 2019 bis 2025 in vier Bänden veröf­fentlicht wird. Bereits die Anlage des Projekts spiegelt die Breite der Zugangswege wider: I. Ästhetik – Ideen, II. Institutionen – Medien, III. Aspekte – Parameter (wie Tempo, Dynamik und Klangfarbe, Instrument, Stimme, Körper, Räume), IV. Personen – Stile – Konzepte. Es handelt sich um die erste große zusammenfassende Darstellung der Geschichte musikalischer Interpretation der letzten beiden Jahrhunderte, dargelegt von über 40 in- und ausländischen Autorinnen und Autoren. In der Vielfalt der Betrachtungsweisen steht das Vorhaben für sich allein da; es gibt auch international nichts Vergleichbares.

In allen Teilbereichen sind Wissenschaftler*innen des SIM konzeptionell oder mit eigenen Beiträgen beteiligt. Das Projekt wurde im Wissenschaftlichen Beirat des SIM über einen längeren Zeitraum als zentrale Forschungsfrage des Instituts thematisiert und geformt; mit seiner Verabschiedung wurde ein Paradigmenwechsel in der Forschung am SIM vollzogen.

Ausblick

Vorgesehen ist eine Erweiterung der Printpublikation um zwei Bände zur Interpretations­geschichte verschiedener Repertoires, angestrebt ist die umfassende Online-Publikation aller Forschungsergebnisse sowie von zusätzlichem Material.

Objektbasierte Forschung

Zu den zentralen Forschungsaufgaben des Musikinstrumenten-Museums zählen die Instrumentenkunde (Organologie), die Geschichte des Faches Instrumentenkunde als Disziplin der Musikwissenschaft, Fragen der historisch-informierten Aufführungspraxis und der Interpretationsforschung, die Provenienzforschung zum museumseigenen Bestand, Preventive Conservation sowie Aspekte der Restaurierungs- und Konservierungstechniken bei historischen Musikinstrumenten. Gegenwärtig wird intensiv an einer Neukonzeption der Dauerausstellung gearbeitet, bei der die Vermittlung von Forschungsergebnissen in kultureller Bildung eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Im Mittelpunkt steht die objektbasierte Forschung an Musikinstrumenten des 16. bis 21. Jahrhunderts, deren Ergebnisse in wissenschaftlichen Katalogen des Museums zu einzelnen Instrumentenfamilien, in Ausstellungskatalogen, in Monographien sowie in vernetzten Datenbanken veröffentlicht werden. Kooperationsprojekte mit den Sammlungen in Nürnberg (Germanisches Nationalmuseum), Leipzig (Musikinstrumenten-Museum), München (Deutsches Museum) und Berlin (Musikabteilung des Ethnologischen Museums) unter­streichen die Bedeutung vernetzter Forschung für das Berliner Musikinstrumenten-Museum. Ein gutes Beispiel für eine derartige Zusammenarbeit ist das DFG-Projekt MUSICES (3D-CTs von Musikinstrumenten), welches vom Germanischen Nationalmuseum gemeinsam mit den beiden Berliner Sammlungen und dem Leipziger Musikinstrumenten-Museum beantragt wurde. Zunehmend rückt die Multiperspektivität auf die Objekte in den Mittelpunkt: In Zusammenarbeit mit Kunsthistorikern, Literaturwissenschaftlern, Soziologen und Natur­wissenschaftlern werden Narrative, Geschichten und kulturelle Praktiken erforscht, bei denen Instrumente der europäischen Kunstmusik eine wesentliche Rolle spielen. Gastwissen­schaftler*innen, die im Rahmen des Stipendienprogramms der SPK am SIM tätig sind, ergänzen und bereichern die Forschung, individuelle Praktika für Studierende der Musik­wissenschaft sowie der Restau­rierungskunde dienen der Nachwuchsförderung.

Ein relativ neuartiges Forschungsthema, das in den nächsten Jahren intensiviert und ausge­baut werden soll, sind elektrische und elektronische Musikinstrumente. Dabei wird der eigene Bestand von rund 50 historischen Objekten schrittweise erweitert, um in der Schau­sammlung die ganze Bandbreite der elektronischen Tonerzeugung im historischen und musi­kalischen Kontext zeigen zu können. Gerade bei diesem Sammlungsgebiet (aber auch in den anderen Sammlungsbereichen) ist die digitale Erschließung unter Einbezug aller verfügbaren Quellen (Objekte, Dokumente, Klangarchive, Sekundärliteratur) von großer Bedeutung.

Bei allen Forschungsaufgaben können die Wissenschaftler*innen des Museums auf die breite Infrastruktur des SIM zurückgreifen. Die Forschung am museumseigenen Objekt wird maß­geblich unterstützt durch Materialien und Dokumente des Bildarchivs (mit einer reichen Sammlung an Bilddokumenten, Zeichnungen, Restaurierungsberichten und Grafiken), die Fachbibliothek des SIM mit dem Sammlungsschwerpunkt der Instrumentenkunde, die Restaurierungswerkstatt sowie durch das Tonstudio der Abteilung III.

Ausblick

Vollständige Digitalisierung aller Objekte sowie des gesamten Archivmaterials im Rahmen der Digitalen Transformation; noch engere Verzahnung der Forschung mit den beiden ande­ren Abteilungen des SIM u. a. im Rahmen des Projekts „Geschichte der musikalischen Interpretation“. Innovative Formen der Präsentation von Forschungs­leistungen (Vermittlung, Bildung) in anhaltend hoher Qualität und Quantität. Die Zusammenarbeit mit der akustischen Abteilung des SIM kann wesentliche Forschungsbeiträge zu Fragen der Klanganalyse sowie dem Klangverhalten historischer Musikinstrumente in zeitgenössi­schen Räumen erbringen.

Quellenbasierte Forschung

Die Edition der Briefwechsel der Wiener Schule bildet einen Schwerpunkt der Arbeit der historischen Abteilung des Instituts. Mit der Erweiterung der Hauptbriefwechsel zwischen Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern um die Interpreten-Briefwechsel und weitere Korrespondenzen von Angehörigen der Wiener Schule will das SIM nicht nur eine Kernkompetenz in der Edition historisch-kritischer Ausgaben von Musikerbriefen vertiefen, sondern unter Beibehaltung eines hohen editorischen Standards in Zusammenarbeit mit anderen Projekten (Weber-Gesamtausgabe, die Busoni-Edition der Humboldt-Universität) perspektivisch die Bereitstellung digitalisierter Ausgaben und deren Vernetzung (corresp­Search, BBAW) entwickeln.

Mit der historisch-kritischen Publikation von Tondokumenten betritt das Referat Musikwissen­schaftliche Dokumentation am SIM editorisches Neuland. Die Erarbeitung von quellen­kund­lichen Richtlinien, von Standards der Dokumentation und die Entwicklung nachhaltiger Archivierungs- und Präsentationsformen wird am Pilotprojekt „Tondokumente der Wiener Schule“ erprobt.

Ausblick

Eine Weiterführung der Geschichte der Musiktheorie im 20. Jahrhundert verlangt – bedingt durch die radikale Veränderung und Erweiterung des Musikbegriffs – eine Erweiterung und Modifikation des bisherigen Konzepts einer linearen Theoriegeschichtsschreibung. Die Entgrenzung der Künste und die Erweiterung des Musikbegriffs beinhalten die Chance, Kompetenzen von Schwesterinstitutionen der SPK wie dem Hamburger Bahnhof und dem Ethnologischen Museum in das Projekt einer Geschichte der Musiktheorie im 20. Jahr­hundert systematisch einzubinden und gemeinsam auf gegenstandsadäquate Präsenta­tionsformen der Forschungsergebnisse hinzuarbeiten.

Forschungsunterstützung

Der zentrale wissenschaftliche Service des Staatlichen Instituts für Musikforschung ist die Bibliographie des Musikschrifttums (BMS), die internationale, interaktive und frei nutzbare Bibliographie für die Musikwissenschaft. Seit 2006 wird sie vom SIM online veröffentlicht, in Fortsetzung des bis zum Berichtsjahr 1988 gedruckten Werkes. Gegenwärtig weist die BMS über 430.000 Schriften mit Bezug zur Musik nach (Stand: November 2020). Seit 1968 arbeitet die bibliographische Redak­tion des Instituts auch als deutsche Redaktion für das Répertoire International de Littérature Musicale (RILM).

Ausblick

Im Projekt „BMS plus“ wollen wir, unter Nutzung des Suchmaschinenindex „K10plus-Zentral“, auf der Basis unserer Datenbank ein stark erweitertes, möglichst aktuelles und vollständiges musikbibliographisches Angebot produzieren. Diesem Zweck sollen vorhandene Open-Access-Volltextrepositorien und frei zugängliche Metadaten dienen. Diese Maßnahme steht im Einklang mit der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen vom 22. Oktober 2003, deren Mitunterzeichnerin die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist, und berücksichtigt die Empfehlung für die Umsetzung der Berliner Erklärung vom November 2013.

Wir streben den Ausbau bestehender Kooperationen und die Vereinbarung neuer an. Perspektivisch kann ein musikbibliographisches Kooperations­netzwerk aller fachlich interessierten Einrichtungen entstehen. Mittelfristiges Ziel ist es, den Status des SIM als Aggregator musikbibliographischer Daten in Deutschland zu festi­gen und dabei Prinzipien und Publikationsstrategien des Open Access explizit zu unterstützen.

Das Projekt „Archiv des Konzertlebens“ widmet sich der Erhaltung, Digitalisierung und analytischen Erfassung von traditionell als ephemer disqualifizierten Überlieferungsträgern des Konzertlebens, wie Konzertprogrammen, -kritiken und einschlägigen Tonaufzeichnungen klassischer westlicher Kunstmusik. Die primäre Quelle für das Unternehmen, die Programm­sammlung des SIM, umfasst etwa 12.000 Konzert-, Opern-, Theater- und Revueprogramme aus den 1770er Jahren bis in die 1990er Jahre, die überwiegend aus Berlin, aber auch aus anderen Städten und Ländern stammen. Einige Konvolute haben unikalen Charakter, andere Programme weisen Veranstaltungsorte nach, über die heutzutage nichts mehr bekannt ist. Anliegen des Projekts ist es, diese Dokumente mit angemessener konservatorischer Sorgfalt zu erhalten, sie öffentlich sichtbar und nutzbar zu machen und so für ihre Bedeutsamkeit zu werben.

Eine weitere wichtige Errungenschaft des Projekts ist die Digitalisierung des von Gotthard Schierse begründeten Konzertanzeigers Führer durch die Konzertsäle Berlins. Der gesamte Bestand wurde digitalisiert, mit Meta- und Strukturdaten versehen und als Kollektion Konzertführer Berlin-Brandenburg 1920–2012 online veröffentlicht. In ca. 1.900 Heften sind die Berliner Konzerttermine zwischen 1920 und 2012 in Form von Vorankündigungen nachgewiesen und im Volltext durchsuchbar – ein überreicher Fundus nicht allein für die wissenschaftliche Arbeit, sondern für jeden interessierten Musikfreund der Stadt.

Als zusätzliche Nutzungsschnittstelle haben wir mit der „Topographie des Berliner Konzertlebens 1880–1945“ einen alternativen Zugang nach Art eines Geographischen bzw. Räumlichen Informationssystems zu den Daten des Konzertleben-Projektes geschaffen. Die interaktive Landkarte verzeichnet bislang etwa 250 historische geographische Orte wie Ministerien, Ausbildungsstätten, Musikverlage, Musikinstrumenten­bauer, Konzertsäle und Wohnsitze von Interpreten und Komponisten.

Das Teilprojekt zur Wiener Schule hat zum Ziel, am Quellenkorpus der Dokumente zur Aufführungslehre der Wiener Schule exemplarisch zu demonstrieren, wie schriftliche Zeug­nisse zur Aufführungspraxis und musikalischen Interpretation in digitaler Form gesammelt und mit aktuellen Techniken der Wissensorganisation online recherchierbar, annotierbar und verknüpfbar vorgehalten werden können.

Ausblick

Wir streben die Verstetigung und den Ausbau des Projekts in zunächst drei konkreten Segmenten an:

Audio-Modul: Fertigstellung der 2016 begonnenen Datenbank für Audiomaterial, Katalogisierung vorhandener und am Überspielplatz des SIM-Studios neu herzustellender Audiodigitalisate. Diesem Vorhaben beigeordnet ist der bisher als „Diskologie“ in der Abteilung I angesiedelte Forschungs­­bereich zur Quellenphilologie von Tonträgern. Standen dort primär soziologische Interpretationsmethoden im Vordergrund, wird der Fokus künftig auf der Erstellung einer soliden diskographischen Basis sowie eines angemessenen Katalogmodells liegen und praktische Kriterien für eine philologisch korrekte Repräsentanz historischer Tondokumente in der Digitaldomäne zu entwickeln.

Normdaten: Verbundübergreifende Verbesserung der Gemeinsamen Normdatei (GND) durch Aufarbeitung und Neueingabe körperschaftlicher und personenbezogener Normdaten zum Musikleben; Prüfung von Linked Open Data-Konzepten zur Vernetzung des „Archivs des Konzertlebens“ mit anderen Nachweissystemen.

Digitalisierung biographischer Referenzwerke: Wir werden für das „Archivs des Konzertlebens“ wichtige biographische Referenzwerke des Musiklebens in Deutschland aus der Zeit vom Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts digitalisieren.

Forschung zu Musikübertragung und -wahrnehmung

Das Forschungsinteresse für Musik in ihrer klingenden Realisationsform und Aspekte der musikalischen Interpretation bestimmt auch die Forschungsthemen im Bereich systemati­sche Musikwissenschaft. Da nicht nur die künstlerische Performance im engeren Sinne (primäre Interpretation), sondern auch Entscheidungen zu Aufführungsräumen und Aufstel­lungen, zu Tonregie, Tonmontage und Klangbalance im Falle der Übertragung von Musik, und sogar Entscheidungen des Hörers über Wiedergabeanordnungen und ‑situationen als Akte der Interpretation verstanden werden können, wird vorrangig die Wirkung dieser Einflussgrößen experimentell untersucht. Hierfür werden empirische Erhebungs- und Analysemethoden der Psychologie und der Sozialwissenschaften mit akustischen und elektroakustischen Möglichkeiten der Testreizerzeugung kombiniert. So erlaubte z. B. im jüngst abgeschlossenen DFG-Projekt „Audio-visual perception of acoustical environ­ments“ erst der Einsatz virtueller Realität (Virtueller Konzertsaal) die Erzeugung von opto­akustischen Konfliktreizen, die in der Realität nicht vorkommen, aber psychologisch grundlegenden Aufschluss über die Bedeutung des Hörens und Sehens von Aufführungs­räumen für auditive, visuelle, ästhetische und geometrische Aspekte der Musikwahrnehmung geben. Auch eine entsprechende Wirkung der akustischen und optischen Eigenschaften von Heimlautsprechern wurde unter Einsatz virtueller Akustik untersucht. Methoden der digitalen Signalbearbeitung kamen bei der Untersuchung der Wirkung von akustischen Schallplatten-Artefakten zum Einsatz.

Ausblick

Die bislang untersuchten technischen, künstlerischen und psychologischen Einfluss­faktoren wie Interpretation, Aufführungsraum, Klanggestaltung, Wiedergabesystem und Hörsituation sollen um instrumentenkundliche, kommunikative, sozialpsychologische und musiksoziologische er­weitert werden, z. B. den Restaurierungsstatus von Instrumenten, den musikalischen Ausdruck von Emotionen oder die funktionale Anwendung von Musik. Die erweiterten Fragestellungen ziehen eine Erweiterung des methodischen Inventars nach sich. So kann im Sinne von Multi-Methoden-Ansätzen künftig neben dem Einsatz quantitativer empirischer und physikalischer auch der Einsatz qualitativer Methoden geboten sein. Die Simulation musikalischer Szenen wird weiterhin durch Virtuelle Realität als Forschungs- und Vermittlungswerkzeug erfolgen, aber auch der Einsatz nicht-simulierter musika­lischer Reize (z. B. Versuchskonzerte) ist je nach Fragestellung methodisch angemessen. Dies gilt auch für die Erhebung weiterer Merkmale, z. B. des Verhaltens, des Ausdrucks und der physio­logischen Reaktion mit geeignetem Erhebungsinstrumentarium (z. B. Motion tracking, EMG). Dadurch lässt sich etwa zwischen wahrgenommenen und gefühlten Emotionen unterscheiden. Das Institut verfügt über eine Vielzahl von für die Forschung nutzbaren akustischen Facilities (Curt-Sachs-Saal, Tonregie, Tonstudio, Hallraum, Reflexionsarmer Raum, Virtueller Konzertsaal, Überspielplatz für historische Tonträger), deren Einsatz sich forschungsökonomisch am verfügbaren qualifizierten Personal ausrichten muss.

Auf unserer Website werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen.

In unserer Datenschutzerklärung finden Sie weitere Informationen. Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern.