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Music on Demand
4. Dezember 2026 bis 30. Dezember 2027

Schallplatten, Kassetten, Streaming!
Anlässlich des 20. Jahrestages der Gründung von Spotify (2006), des 140. Jahrestages des Grammophons (1887) und des 150. des Phonographen (1877) erzählt die Sonderausstellung die Geschichte der Musikaufnahme und -wiedergabe von ihren materiellen Manifestierungen (Wachszylinder, Schellack- und Vinylplatten, Kassetten und CDs) bis hin zu ihrer scheinbaren „Auflösung“ in digitale Formate wie MP3 und Streaming-Diensten.
Musik war jahrtausendelang flüchtig und an den Moment ihrer Aufführung gebunden. Im Jahr 1877 änderte eine Erfindung alles. Mit Thomas Edisons Phonograph konnte von nun an jeglicher Klang aufgezeichnet, gespeichert und wiedergegeben werden.
Die Ausstellung „Music on Demand“ beleuchtet die Geschichte dieser technologischen und kulturellen Entwicklung bis in die Gegenwart anhand erstmals öffentlich gezeigter Objekte den Sammlungen des Musikinstrumenten-Museums sowie des Staatlichen Instituts für Musikforschung.
Die präsentierten Gegenstände und Tools reichen von der Berliner Harfenuhr von 1764 über einen Edison-Phonograph aus dem Jahr 1903 bis hin zu einer von Dieter Rams für die Firma Braun designten Wandanlage der 1960er Jahre, einer Revox-Bandmaschine aus den 1970ern, Taschen-Rekordern und Walkmans bis zu erster Sound-Software aus den frühen 1990ern sowie nachfolgende Entwicklungen.
Dabei geht nicht nur um Technik, denn die Einflüsse sind äußerst vielseitig. Mit Aufnahmen wird unter anderem Sprache auf neue Weise unterrichtbar. Mit Tonband und CD nehmen Bootleg-Aufnahmen eine neue Dimension an. Außerdem können an interaktiven Stationen Erfahrungen mit frühesten Aufnahmeverfahren gemacht werden.
„Music on Demand“ thematisiert auch die Konsequenzen der unbegrenzten Verfügbarkeit „gebannter Klänge“ auf Musikproduktion und -rezeption. Durch Algorithmen gelenkter Musikgeschmack, KI-generierte Musik, um Abgaben zu umgehen, Umweltbelastung durch Streaming sind einige Stichworte der aktuellen Debatte. Indem sie die Geschichte der Aufnahme- und Wiedergabetechnik und ihrer Auswirkungen auf die Musikkultur in den Blick nimmt, leistet die Ausstellung einen wichtigen Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion.
Exponate aus dem Bestand des Staatlichen Instituts für Musikforschung werden dabei ergänzt durch Leihgaben aus zahlreichen weiteren Museen und Privatbesitz.
Zur Ausstellung ist außerdem ein zweisprachiger Katalog (Deutsch und Englisch) geplant.
Öffnungszeiten
Ausstellungseröffnung am 3. Dezember 2026
Die Öffnungszeiten der Ausstellung entsprechen den Öffnungszeiten des Museums.
Öffnungszeiten des Museums

Projektleitung
Bildung und Vermittlung
Presse
Förderung



