250 Jahre "We, the people" – Sounds of Democracy at SIM

Veranstaltungsdatum: 04.07.2026
Ort der Veranstaltung: Musikinstrumenten-Museum, ab 11 Uhr

Demokratische Musiktraditionen und Musikinstrumente: die USA in der Sammlung des Staatlichen Instituts für Musikforschung. Führung und Workshop

Von Benjamin Franklin erfundene Glasharmonika, MIM-Kat.-Nr. 812, Foto: Anne-Katrin Breitenborn

Im Jahr 2026 feiern die USA das 250-jährige Jubiläum ihrer Demokratie. Angesichts der heutigen Situation, in der demokratische Institutionen zunehmend bedroht sind, ist es wichtiger denn je, die Geschichte, die Denkweise und die Künste der demokratischen Vergangenheit zu erforschen und zu würdigen. Das Staatliche Institut für Musikforschung feiert den 4. Juli mit einer Führung zu Musikinstrumenten, denen demokratische Kontexte zugeschrieben werden können, und mit einem Workshop zum Mitmachen.

11–12.30 Uhr
Musical Instruments by and for the People:
Musikinstrumente demokratischer Art in unserer Museumssammlung 

Die USA sind bekannt als ein Land der Innovationen. Die Demokratie selbst war eine ihrer ersten bekannten Innovationen. Auch im Musikinstrumentenbau haben US-amerikanische Erfinderinnen ihre Demokratie unterstützt und widergespiegelt. Diese Musemsführung ermöglicht Gästen, mehr über die Geschichte außergewöhnlicher, amerikanischer Instrumente zu erfahren. Aus dem SIM stellen Sydney Hutchinson und Rebecca Wolf Benjamin Franklins Glasharmonika, die berühmte Mighty-Wurlitzer-Orgel und die Autoharfe vor. Wir laden ein zu Gespräch und gemeinsamem Erleben der Musik.

Maximal 25 Teilnehmende. Anmeldung unter 030.254 81 178 oder kasse@mimpk.de 

13–16 Uhr (inklusive Pausen)
We the People Sing: Shape Note Workshop:
Demokratischer Gesang zum Mitmachen

Um 1800 entstand in den USA ein neues System für den Musik- und Gesangsunterricht. Die „Shape Notes“ (Formnoten) sollten das Lesen und Erlernen von Noten erleichtern und damit zur breiten musikalischen Bildung beitragen. Singschulen, christliche Versammlungen und die Liedersammlung Sacred Harp verbreiteten diese Methode und verankerten sie insbesondere im amerikanischen Süden kulturell. Mit ihrem Volumen, ihrem partizipativen Dirigierstil und ihren archaisch klingenden Harmonien bietet diese Gesangstradition ein einzigartiges Erlebnis, das dank ihrer demokratischen Praxis auch einem breiteren Publikum zugänglich ist. 

In diesem Workshop können Museumsbesucherinnen selbst die Tradition erfahren, in dem sie zusammen mit den „Sacred Harp Berlin“-Sängerinnen singen. Sydney Hutchinson führt zuvor in den historischen und kulturellen Hintergrund ein. Anschließend sind alle herzlich eingeladen, bei einem traditionellen Singing mitzumachen.

Eintritt: Museumseintritt (10,– Euro/ermäßigt 5,– Euro, unter 18 Jahren frei)

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