SIM-Forschungskolloquium: Das Materielle, das Künstlerische und das Soziale

Veranstaltungsdatum: 11.11.2026
Ort der Veranstaltung: Seminarraum SIM, 15 bis 16 Uhr

Marten Noorduin (SIM) stellt sein aktuelles Forschungsprojekt vor.

Die musikwissenschaftliche Forschung hat seit langem eine erhebliche Kluft zwischen der heutigen Musikaufführung und der Musikaufführung des 19. Jahrhunderts festgestellt. Ein wichtiger Grund für dieses Problem liegt darin, dass die zunehmende Komplexität der Musik des 19. Jahrhunderts zur Entstehung komplexer Probenstrategien führte und dass diese Praktiken, die von organisatorischen, sozialen und musikalischen Faktoren beeinflusst wurden, weitgehend unerforscht geblieben sind. Das Verständnis der historischen Kontexte dieser Proben, die als Voraufführungspraktiken bekannt sind, wird die Orchesterpraktiken des 19. Jahrhunderts beleuchten und dabei helfen, die Kluft zwischen historischen Daten und praktischer Umsetzung zu verstehen. In seinem von der DFG geförderten Projekt „Das Materielle, das Künstlerische und das Soziale. Ensembleproben in und um Berlin und London, 1813–1869” beleuchtet Marten Noorduin, wissenschaftlicher Mitarbeiter am SIM, die Voraufführungspraktiken der Philharmonic Society in London und der Königlich Preußischen Hofkapelle sowie der mit ihr verbundenen Ensembles, indem er die materiellen, künstlerischen und sozialen Aspekte der Voraufführungspraktiken untersucht.

15 bis 16 Uhr
Eintritt frei
Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Zugang zum Seminarraum über die Pforte des Staatlichen Instituts für Musikforschung. Link zu Open Street Map

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