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Akkordeon Kontroversen – Podiumsdiskussion
Veranstaltungsdatum: 04.09.2026
Ort der Veranstaltung: Curt-Sachs-Saal, 18 Uhr
mit Prof. Dr. Conny Restle (UdK), Dr. Yongfei Du (Ethnnologisches Museum), Dr. Sydney Hutchinson (SIM). Moderation: Dr. Maurice Mengel (Ethnologisches Museum)

Das Akkordeon hat seinen Ursprung im deutschsprachigen Europa, wurde jedoch schon bald in traditionelle Musikkulturen auf der ganzen Welt aufgenommen. Dennoch wird seine Rolle in diesen Kulturen von manchen nach wie vor heftig diskutiert. Zerstören Akkordeons traditionelle Kulturen oder tragen sie zu deren Erhalt bei? Ist das Akkordeon untrennbar mit seiner Herkunft im Westen verbunden oder sollte es eher als lokales oder internationales Instrument verstanden werden? An diesem Abend werden wir Akkordeonkulturen in Europa, Lateinamerika und China aus ethnomusikologischer, musikwissenschaftlicher, organologischer und musikalischer Perspektive beleuchten. Dabei werden wir auch den Klang genießen können.
Freitag, 4. September 2026, 18 bis 19.30 Uhr
Curt-Sachs-Saal, Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung
Museumseintritt
Prof. Dr. Conny Restle ist seit 2012 Honorarprofessorin für Musikwissenschaft (Instrumentenkunde) an der Universität der Künste Berlin. Ab 1994 war sie Leiterin des Musikinstrumenten-Museums SIMPK und von 2002 bis 2023 Professorin und Museumsdirektorin des Musikinstrumenten-Museums. Zu Restles Forschungsschwerpunkte gehören die Organologie der Tasteninstrumente, die Instrumente der Antike und des Mittelalters, die Akustik und die historische Aufführungspraxis.
Dr. Maurice Mengel ist Leiter der Abteilung Medien des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin. Er studierte Musikethnologie an der Universität zu Köln und promovierte über ein rumänisches Musikarchiv in Bukarest sowie dessen Rolle in der sozialistischen Kulturpolitik. 2004 arbeitete er zum ersten Mal am Ethnologischen Museum, insbesondere zu digitalen Initiativen, Metadaten- und Archivprojekten; seit 2019 ist er Kurator der Musikinstrumentensammlung des Museums und verantwortet die Medienabteilung mit Beständen zu Film, Foto und Ton, darunter das Berliner Phonogramm-Archiv.
Dr. Yongfei Du ist Dozentin im Fachgebiet Musikethnologie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for World Music (CWM) der Universität Hildesheim. Sie studierte Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und promovierte im Fach Musikethnologie an der Universität Hildesheim. Im Zuge ihrer Lehr- und Forschungstätigkeiten an verschiedenen deutschen Universitäten – darunter in Halle-Wittenberg und Lübeck – führte sie umfangreiche Feldforschungen und Archivstudien in China, Deutschland, Brasilien und Ghana durch. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Musikinstrumente, Migrations- und Tanzforschung, ostasiatische Populärmusik sowie Chormusik. Zu ihren jüngsten Publikationen zählen Studien zu den Transformationsprozessen der chinesischen guqin (2021) und zu Identitätsdiskursen in der chinesischen Diaspora (2025).
Dr. Sydney Hutchinson ist Musikethnologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Musiktheorie und Musikgeschichte am Staatlichen Institut für Musikforschung in Berlin sowie Dozentin für Popmusik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat fünf Bücher und zahlreiche Artikel über lateinamerikanische Musik und Tanz veröffentlicht, darunter die preisgekrönte Ethnografie Tigers of a Different Stripe: Performing Gender in Dominican Music, die auf zehn Jahren Feldforschung basiert und das Lehrbuch Focus: Music of the Caribbean, welches ein Fokus auf das Akkordeon und die Organologie der Karibik liegt. Derzeit leitet sie das DFG-Projekt „Zweite-Welt-Musik“, das den musikalischen, choreografischen und musikwissenschaftlichen Austausch zwischen Lateinamerika und der DDR untersucht.
In Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Berllin



