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Jazz im MIM: Edith Steyer BELLS
Veranstaltungsdatum: 26.02.2026
Ort der Veranstaltung: Musikinstrumenten-Museum, 19 Uhr
Die experimentelle Saxophonistin Edith Steyer sieht ihre Wurzeln im Jazz und der Klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts.

Edith Steyer BELLS
Edith Steyer – Klarinette, Altsaxophon, Komposition
Uli Kempendorf – Bassklarinette, Tenorsaxophon, Querflöte
Gerhard Gschlössl – Posaune
Rieko Okuda – Piano
Joe Hertenstein – Schlagzeug
Das Quintett BELLS ist die Fortführung des John Carter Projektes, das mit Mitteln des Berliner Senats für ein Rechercheprojekt verwirklicht werden konnte. Der afro-amerikanische Klarinetten-Virtuose, Saxophonist und Komponist war ein Zeitgenosse Ornette Colemans und komponierte für verschiedene Besetzungen von Duo bis Quartett, Quintett und Oktett.
Edith Steyer:
In BELLS löse ich mich etwas von der Musik Carters und schreibe meine eigenen Kompositionen, die aber durchaus noch von seiner Klangsprache beeinflusst sind. Die weitestgehend bass-lose Formation ermöglicht es, dem typischen Jazz-Rhythmus des Swing zu entfliehen und den Rhythmus entweder offener zu gestalten (Carter hat oft mit verschiedenen Tempoangaben für seine Spieler gleichzeitig komponiert), nur mit Puls zu arbeiten, oder keinen Rhythmus zu haben und dem Schlagzeug eine andere Funktion zukommen zu lassen, d.h. eher als Klanggeber anstatt als Rhythmusgeber zu fungieren. Dementsprechend soll der Name ,Bells‘ (deutsch: Glocken) Assoziationen an Klänge erwecken sowie an die konischen Enden der verschiedenen Holzblasinstrumente, die im englischen ,bell‘ heißen. Kompositorisch wechsle ich geschriebene Parts mit konzeptuellen Improvisationen ab, führe erweiterte Spieltechniken ein und experimentiere mit der Tone-Clock-Theory, bzw. Zellen von 12-Ton-Reihen.
Beginn 19 Uhr
Eintritt frei

