Wien 1728

Veranstaltungsdatum: 24.04.2022
Ort der Veranstaltung: Musikinstrumenten-Museum

Michal Stahel, Jakub Mitrík und Maja Mijatovic spielen barocke Violoncello-Sonaten. Beginn: 11 Uhr

Der Cellist Michal Stahel und sein Violoncello, das "Esterházysche Basettl" (1728)

Die Entwicklung des Violoncellos von einem Bassinstrument als Teil einer Basso Continuo-Gruppe zu einem solistischen Instrument begann gegen Ende des 17. Jahrhunderts im Umkreis der Cellisten der San Petronio Kirche in Bologna: Domenico Gabrielli und seinen Schüler Giuseppe Maria Jacchini. Die um diese Zeit erfolgte Erfindung der mit Metall umsponnenen Bassdarmsaiten ermöglichte ihnen eine Gleichstellung des Violoncellos mit anderen Soloinstrumenten, wie etwa der Gambe oder Violine.

Eine für den Wiener Hof charakteristische Tradition, anspruchsvolle hochfigurative Bassstimmen von einem Violoncello vortragen zu lassen, wurde dank der hier angestellten Komponisten, die gleichzeitig auch selber Cellisten waren, wie Giovanni und Antonio Bononcini, Attilio Ariosti und Antonio Caldara, um diese Zeit intensiv gepflegt.

Michal Stahel spielt auf einem Violoncello, das Fürst Paul II Anton Esterházy 1728 in Wien bei dem königlichen Hoflautenmeisters Antony Posch erwerben lies. Das „Esterházysche Basettl“ ist aufgrund seiner Provenienz und seines außergewöhnlichen originalen Zustands als Unikat zu betrachten. Seine historischen Mensurverhältnisse entsprechen den Bau- und Spielgewohnheiten bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Ebenso wie der goldgelbe Lack sind auch – mit wenigen Ausnahmen – die Monturen des Instruments Originale ihrer Zeit.

Es erklingen Werke von Antonio Maria Bononcini, Antonio Caldara, Francesco Paolo Supriano, Nicola Porpora und Antonio Vivaldi.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die Unterstützung des Slovak Arts Council.   

Michal Stahel, Barock-Violoncello (Antony Posch, Wien 1728 - Leihgabe der Esterhazy Stiftung Eisenstadt)
Jakub Mitrík, Theorbe, Laute, Barock-Gitarre
Maja Mijatovic, Cembalo 

Beginn: 11 Uhr
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 8 Euro
Kartenvorbestellung unter Tel.: 030.25481178 oder kasse@mimpk.de

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