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Che Bandoneón!

Bandoneon-Ausstellung

23. August bis 20. Oktober 2019

Musikinstrumenten-Museum

Staatliches Institut für Musikforschung
Preußischer Kulturbesitz
Am Kulturforum Berlin, Eingang Ben-Gurion-Straße

Dienstag, Mittwoch, Freitag: 9-17 Uhr
Donnerstag: 9-20 Uhr
Samstag, Sonntag: 10-17 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt 6 Euro, erm. 3 Euro
Tel.: +49.30 254 811 78

www.simpk.de
www.facebook.com/
musikforschung
Ibero-Amerikanisches Institut
Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Str. 37
10785 Berlin

www.iai.spk-berlin.de
www.facebook.com/iai
Bandonion von Hans Quast (1939)

Ausstellungsflyer

 

Ausstellung und Veranstaltungsreihe des Musikinstrumenten-Museums und des Ibero-Amerikanischen Instituts im Rahmen der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires

2019 jährt sich zum 25. Mal die Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Buenos Aires. Dieses Jubiläum nehmen das Musikinstrumenten-Museum und das Ibero-Amerikanische Institut, beides Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zum Anlass, sich mit dem Bandoneon zu beschäftigen.

An der Geschichte des Instruments zeigt sich die besondere Beziehung beider Städte. In Deutschland von Carl Friedrich Uhlig in Chemnitz und von Heinrich Band in Krefeld um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Deutschen Concertina entwickelt, gelangte das Bandoneon um 1870 vermutlich über Einwanderer nach Argentinien, wo es zum zentralen Instrument des Tango wurde. Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Bandoneon in Deutschland zum Grundinstrumentarium von Tanz- und Unterhaltungskapellen. Die Harmonikabranche entwickelte sich zu einem außerordentlich erfolgreichen Produktionszweig der Musikinstrumentenindustrie, der erst mit dem Aufkommen billiger elektronischer Musikinstrumente ein jähes Ende fand. Heute gibt es nur noch wenige deutsche Bandoneonbauer. Auch wenn das Musikinstrument in Deutschland an Bedeutung verloren hat, so ist der Tango-Tanz auch hierzulande äußerst populär und Berlin wird als geheime Tango-Hauptstadt Europas gehandelt. Der Tango ist 2009 von der UNESCO als Meisterwerk des immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt worden.

Im Rahmen dieses Jubiläums präsentiert das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung eine Auswahl besonders schöner und wertvoller Bandoneons aus der umfangreichen Sammlung des Tango- und Bandeoneonmuseums Staufen, ergänzt durch einige seltene Instrumente aus seiner eigenen Sammlung. Auch besondere Stücke aus den einzigartigen Beständen an historischen Tangoaufnahmen und Notenwerken des Ibero-Amerikanischen Instituts sind Teil der Schau.

Die Ausstellung findet statt in Kooperation mit dem Tango- und Bandeoneonmuseum Staufen e.V. und wird unterstützt von der Botschaft von Argentinien in Deutschland.

Begleitprogramm

In einer begleitenden Veranstaltungsreihe widmen sich das Ibero-Amerikanische Institut und das Musikinstrumenten-Museum der abwechslungsreichen Geschichte des Bandoneons und seiner Spielweise und Herstellung. In verschiedenen Konzerten kann man außerdem seinen seelenvollen Klang erleben.

Bei der   Vernissage am 22. August um 18 Uhr im Musikinstrumenten-Museum musiziert der Berliner Bandoneonbauer und -virtuose Klaus Gutjahr gemeinsam mit dem Gitarristen Jörg Utesch. Auch die  Lange Nacht der Museen am 31. August 2019 wird im Zeichen des Bandoneons stehen. Musikinstrumenten-Museum und Ibero-Amerikanisches Institut laden zu einem Tango-Café mit Live-Musik und Tanz sowie einer Führung durch die Ausstellung ein. Am 12. September 2019 gibt Klaus Gutjahr in einem Workshop um 18 Uhr Einblicke in Geschichte sowie Bau- und Spielweise des Instruments. Bei einem Konzert am 11. Oktober um 19 Uhr im Ibero-Amerikanischen Institut wird mit dem Argentinier Omar Massa einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bandeonspieler mit seinem Spiel verzaubern. Am 5. September um 18 Uhr spricht im Simón-Bolívar-Saal des IAI Martin Kirnbauer über das Thema »Vom Bandonion zum Bandoneón. Zur Geschichte eines musikalischen Emigranten«. Der Musical-Film »El día que me quieras« von 1935 mit dem legendären Tangosänger Carlos Gardel steht im Zentrum der Finissage am 17. Oktober um 18 Uhr im Musikinstrumenten-Museum.

  Pressefotos